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Patricia Waller - Pressetext

klicken um zu vergrößern: Patricia Waller, Computergames und Bildstörungen, Blick in die Ausstellung

Patricia Waller Bildstörungen und Computergames

Vernissage: 21. Juni 1996, 19:00 - 22:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 22. Juni - 20. Juli 1996

Patricia Waller, geboren 1962, verbringt die Jahre 1985 bis 1990 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste mit Bildhauerei in Karlsruhe.

Fortan verstrickt sie sich, unter Anwendung einfachster Produktionstechniken und Werkzeuge, wie Nadeln und Garne, zunehmend in die kompliziertesten kunstimmanenten Beobachtungen ihrer Zeit. Die Resultate entlarven meist harmlose Tatbestände als gefährliche Mißstände unserer Gesellschaft.

In der Ausstellung werden neue Arbeiten zum Thema "Bildstörungen und Computergames" zu sehen sein.

Die Techniken, die sie zur Herstellung ihrer Arbeiten verwendet hat sie bestimmt nicht an der Akademie gelernt. Diese lernte man zumindest früher, als weibliches Mitglied der Gesellschaft, von der Mutter, Großmutter oder in Einzelfällen auch im "Textilen Werken" in der Schule. Patricia Waller häkelt, strickt und stickt oder näht ihre Entwürfe nach einem Konzept, das sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeit der letzten Jahre zieht.

Die Themen greift Patricia Waller aus den Klischees, die in unserer Gesellschaft einen scheinbar hohen Stellenwert haben und verbindet diese mit einfachen "Strickmustern" aus Alltagssujets.
Die Arbeit Bildstörungen ist kennzeichnend für die vielschichtigen Interpretationsebenen Patricia Wallers Arbeiten. Die zunächst simple Darstellung von Bildschirmen, deren Bild gerade "gestört" ist, sind eigentlich nur Abbilder von Nichtbildern, die mit perfektem handarbeitlichem Können umgesetzt sind. Eine Bildstörung im TV hat meist einen Übertragungsfehler im Sendebereich und setzt sich in Sekundenschnelle zu einem Flimmern vor unseren Augen zusammen und löst meist ein Ärgernis aus. Die Technik des Strickens, die die Künstlerin jedoch anwendet, ist sehr langsam und widerstrebt den schnellen Sehgewohnheiten neuer Medien. Kennt man Patricia Wallers Arbeiten, wie "dont kill your idols", weiß man daß sich ihre Themen auch sehr oft im kunstimmanenten Kompelex bewegen. Unter diesem Gesichtspunkt gibt auch der Titel allein "Bildstörungen" einen aktuellen Afront zur Kunst heute.

   
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Biographie

   
   
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