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  Michael Bach
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Michael Bach Home and Abroad
19. September bis 31. August 2008
Galerie Heinz-Martin Weigand
Mühlenstr. 31
76275 Ettlingen/Karlsruhe
+49.7243.536262

Michael Bach wurde 1953 in Sehma, Erzgebirge geboren. Er studierte an der Kunstakademie Düsseldorf von 1975 bis 1983, 1975-79 bei Norbert Tadeusz, Abteilung Münster, 1979-1983 bei Gerhard Richter. Meisterschüler bei Gerhard Richter. Bach lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Bachs Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Berlin, Düsseldorf, München, London und auch New York gezeigt. Kürzlich wurde ihm eine umfassende Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Rastatt gewidmet, zu der ein Katalog erschien.

Michael Bachs Arbeiten zeigen Ansichten von Städten, Häusern und Gebäudekomplexen, geben Einsichten in Bahnhöfe und Baustellen.
Von fotografierten Bildern ausgehend verändert er seine Motive und formt neue Kompositionen. Die Ansichten auf eine urbane Kultur mit menschenleeren Straßen bekommen den Charakter von Modellstädten. Mit einer vermeintlich realistischen Malerei, deren vorgeformter Ausgangspunkt ein technischer Blick mittels Fotografie ist, gestaltet Bach neue ästhetische Ordnungsgefüge, die zu Ideallandschaften werden.

Weder die dokumentarische Darstellung, wie in der Architekturmalerei, noch ein Hyperrealismus interessieren den Künstler. Das Foto dient lediglich als Skizze.
In seiner Malerei entstehen neue und eigenkomponierte Dinge, die den scheinbaren Realismus unbelebt machen. Details, die von Bach als würdig erachtet werden, verdichten sich neu im Bild. Das Leben und die Menschen sind nur noch präsent in Form der gebauten Architektur, die damit zum Relikt wird.

Durch die Verwendung vorwiegend gebrochener Töne und die Rücknahme von Buntheit schafft Bach eine Atmosphäre von Weltfernem. So konstatierte Hans-Ulrich Obrist, als er Bachs Bilder mit der Theaterbühne von Paul Delvaux verglich.
Glatte Flächen wirken rigoros und anonym in seinen Bildern. Es geht Michael Bach um die Aspekte des Malerischen und um die heutigen Bedingungen und Möglichkeiten des Mediums Malerei.
Das städtische Leben mit seiner vermeintlichen Selbstverständlichkeit konstruiert Bach malerisch expressiv. Somit wird die Distanz zu den Dingen nicht räumlich, sondern atmosphärisch mit Hilfe der Malerei geschaffen.
Der tradierte urbane Lebensraum wird in Frage gestellt oder gar überspitzt gezeigt, öffentlicher Raum akzentuiert. Die neu geschaffenen Ansichten werden zu Kulissenbildern, eine stabile Unruhe geht von ihnen aus.
Martin Hentschel sprach von einer Welt ohne Lärm, die wie eine stillgelegte Welt funktioniert.
Jüngste Bilder zeigen beleuchtete Nachtansichten von Gebäuden. Eine gesteigerte Dynamik mit Hell-Dunkelkontrasten entsteht, die den Betrachter jedoch auch dort in einer menschenleeren Ansicht zurücklässt.

Parallel zu den Stadtansichten findet die Fokussierung auf das menschliche Abbild in den Portraits von Michael Bach statt. In dieser Werkgruppe stellt sich die Frage nach der Definition von Lebensraum auf andere Weise. In alltäglichen Momenten zeigt Bach die Intimität privater Situationen.

   
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